Walterscheid. Wenn aus Krisen *Erfolge werden.

Bereits die jüngere Geschichtsschreibung über Familienunternehmen kann schon als eine erfolgreiche betrachtet werden. Große Teile der industriellen Wirtschaftsgeschichte wären ohne das große unternehmerische und gesellschaftliche Engagement namhafter Unternehmerfamilien, wie z.B. die der Familien Werhahn, Freudenberg, Miele, Zinkann und Siemens, nicht denkbar gewesen. Dennoch sind diese „Erfolgsgeschichten“ nicht durchgängig von finanziellem und persönlichem Erfolg geprägt, sondern weisen durchaus Höhen und Tiefen auf. Das hat neben wechselnden wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen natürlich auch stets etwas mit den besonderen und individuellen Strukturen der Familienunternehmen im Gegensatz zum nicht familiengeführten Unternehmen zu tun.

Geprägt von einer zumeist engen Bindung zwischen Unternehmen und Inhaber, zutiefst persönlich motiviertem Engagement, generationsübergreifenden Traditionslinien in Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb, ausgeprägten Familienstrukturen und dem nicht immer leichten Spagat zwischen familienbedingter „Emotionalität“ und unternehmerischer „Rationalität“ haben Familienunternehmen heutzutage vor allem auch mit einem stark spür- und sichtbaren Wandel in vielen Bereichen des Unternehmertums und des familiären Selbstverständnisses zu kämpfen. Daneben sind die Gründer, Eigentümer, Inhaber und Gesellschafter von Familienunternehmen oft von einer ständigen Beschäftigung mit identitäts- und funktionsbedingten Abgrenzungsfragen der Familienmitglieder untereinander und von so mancher unternehmensstrategischen Paradoxie, z.B. der Austauschbarkeit von Unternehmensakteuren, absorbiert. All das und mehr füllt ganze Bibliotheken wirtschaftswissenschaftlicher Literatur. Interessanter als das Theorem jedoch sind die „Erfolgsgeschichten, die das Leben schreibt“ und die wir in unserer juristischen und beratenden Funktion tagtäglich miterleben und mitschreiben dürfen. Erfahren Sie hier im Folgenden, wie Krisen namhafter Unternehmerfamilien des deutschen Mittelstandes mit Hilfe juristischer und wirtschaftsstrategischer Beratung und Hilfestellung durch Walterscheid wieder echte Erfolgsgeschichten wurden.

Corona.
Mit Walterscheid erfolgreich durch die Krise.

Die Corona-Krise bedeutet Wandel. Doch der ist zunächst oft mit akut drohenden Schwierigkeiten, z.B. Zahlungs- oder Kreditschwierigkeiten aufgrund der Coronavirus Sars-CoV-2-Pandemie, verbunden. Hier brauchen Sie jetzt einen erfahrenen Partner. Walterscheid besitzt alle Kompetenzen, um Sie und Ihr Unternehmen sicher durch die Krise zu führen. Wir helfen Ihnen, auch diese Krise zu meistern, und garantieren Ihnen dabei persönliches Engagement und hohes Einfühlungsvermögen in Ihre individuelle Situation. Durch unsere langjährige, umfassende Praxiserfahrung in allen Bereichen insolvenzrechtlicher Fragen können wir Ihre unternehmerische Situation klar einschätzen und durch frühzeitiges Handeln Schaden abwenden. Auch nach der Krisenbewältigung kann Walterscheid helfen: Eine juristisch gut geplante Sanierung oder Neugründung durch unsere Expertise bietet Ihnen die Chance auf einen erfolgreichen Neubeginn. Fordern Sie uns. Mit Walterscheid die Krise lösen – den Wandel erfolgreich meistern.

Bukuma.
Kunststoffspritzguss-Spezialist wird saniert.

Die BUKUMA GmbH in Rheinland-Pfalz – spezialisiert auf die Herstellung von anspruchsvollen technischen Kunststoffteilen mit eigenem Werkzeugbau in der Automobil- und Baumaschinenindustrie – darf sich mit der Unterstützung von Walterscheid in einem Eigenverwaltungs- bzw. Restrukturierungsverfahren verfahren selbst sanieren. Der Geschäftsbetrieb kann somit an allen Standorten vollumfänglich fortgeführt werden. Grund für die Antragstellung sind Liquiditätsschwierigkeiten. Das Unternehmen musste bedingt durch die Corona- sowie die Chip-/Halbleiterkrise in der Automobilindustrie in den vergangenen beiden Geschäftsjahren erhebliche Umsatzrückgänge hinnehmen.

Trotz dieser Herausforderungen hat die BUKUMA GmbH Chancen, die derzeit anspruchsvollen Phase zu überwinden und das Unternehmen wieder zukunftsfähig aufzustellen. Denn man erzielte im Transformationsprozess der Automobilzulieferindustrie hin zur Elektromobilität große Fortschritte und liefert von neu errichteten modernen Betriebsstätten Kunststoffspritzteile zunehmend im Bereich elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Zudem arbeitet die zweite Sparte, die sich im Werk in Kirchwald auf die Baumaschinenindustrie konzentriert, trotz Schwierigkeiten profitabel und hat keine nennenswerten Restrukturierungserfordernisse.

Das angestrebte Eigenverwaltungsverfahren verschafft jetzt erforderliche Zeit und die nötigen Instrumente, um das Unternehmen zukunftsfähig zu restrukturieren. Für diesen Prozess wurden mit Walterscheid bereits konkret erforderlichen Maßnahmen erarbeitet, wobei der Kernpunkt des Sanierungsprozesses die Stabilität der Geschäftsbeziehungen zu Hauptkunden bleibt.

Durch das Gesetz zur weiteren Erleichterung von Unternehmenssanierungen (ESUG) können Unternehmen in herausfordernden Situationen generell einen Restrukturierungsprozess durchlaufen, der eine hohe Flexibilität gesetzlicher Möglichkeiten bietet. Die Geschäftsführung bleibt dabei im Amt und führt die Sanierung auf Basis eines Restrukturierungsplans unter Aufsicht des Gerichts, eines vom Insolvenzgericht bestellten Sachwalters sowie des Gläubigerausschusses selbstständig durch.
Das Unternehmen hat durch die vorgefundene Ausgangssituation eine gute Sanierungschance, die
Überaus zuversichtlich stimmt.

Fashion Store.
Mit neuem Konzept in die Zukunft.

Doch zunächst erfolgte im Frühjahr 2020 ein Paukenschlag in der Mode-Branche. Es hagelt Insolvenzen, namhafte Unternehmen schlüpfen unter Schutzschirme und Sanierungen werden nötig.

Und so weiter, und so weiter … Ende März 2020 hatte die Esprit Holding in Düsseldorf überraschend Insolvenz angemeldet. Jetzt schlägt dies auch auf Filialisten des Konzerns durch, z.B. auf Udo Kemena – Betreiber der Kemena Fashion Verwaltungs GmbH mit vier Modeläden in Bünde, Herford, Lübbecke und Bad Oeynhausen (Fashion-Store, Men-Store, Zeitgeist und ein Esprit-Store), der die unternehmerische Notbremse in Form eines Antrags auf Insolvenz in Eigenverwaltung zog. Die Schieflage des Mutterkonzerns Esprit und die Corona-Krise haben Kemena mit voller Wucht getroffen. Auf beides hatte Kemena keinen Einfluss, will sich in der „unverschuldeten Krise“ aber nicht geschlagen geben. Unterstützt von Rechtsanwalt Joachim Walterscheid ist Kemena fest entschlossen einen effektiven Sanierungsplan umzusetzen und das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Zum Plan gehört die Trennung von den Esprit-Stores trennen und die Umwandlung der Filialen im Werrepark in Bad Oeynhausen und in Herford in Fashion-Stores. Bei den Filialen in Bünde und Lübbecke war das aufgrund der überraschenden Insolvenz des Konzerns so kurzfristig zwar nicht mehr möglich, aber die Gehälter der betroffenen Mitarbeiter sind für die kommenden drei Monate durch das so genannte Insolvenzgeld ersteinmal gesichert. Udo Kemena geht grundsätzlich optimistisch in die Zukunft: Das Unternehmen ist im Kern gesund, alle Geschäfte auf dem neuesten Ladenbaustand und Kemena konnte mit Hilfe von Walterscheid zukunftsweisende Konzepte erarbeiten. Wahrscheinlich kann das Verfahren daher bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Mehr Infos finden Sie hier: www.fashionstore.de.

Hellmann.
Traditionsunternehmen wieder im Geschäft.

Im Februar 2017 war das inhabergeführte Familienunternehmen Hellmann (Fleischwaren, Bünde) ins Straucheln geraten. Ein Brand hatte Schäden in Millionenhöhe verursacht und die Versicherung zunächst nur teilweise gezahlt. Das Unternehmen zog die Reißleine. Es folgte ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bielefeld durch den Sanierungsexperten Walterscheid, der das Unternehmen als juristischer Berater begleitet. Einem Antrag auf Eigenverwaltung wurde stattgegeben. Dies war aber nicht die einzige unternehmerische Stellschraube, an der gedreht wurde. Beispielsweise wurde auch die Kundenstruktur noch einmal genau untersucht und beim Ein- und Verkauf genau hingeschaut. Personalprobleme und Entlassungen gab es nicht. Fast zwei Jahre nach dem Brand schrieb man wieder schwarze Zahlen. Anfang 2019 – zum 70. Bestehen des Unternehmens – wurde der Insolvenz-Prozess vollständig abgeschlossen. Das Unternehmen entwickelt sich trotz Insolvenz nun in eine erfolgreiche Richtung. In die Karten gespielt hat dem Unternehmen dabei auch der hart umkämpfte Fleischmarkt. Hellmann konnte nach der Restrukturierung neue Kunden und zahlreiche Aufträge von anderen Unternehmen gewinnen, weil ein Konkurrenzunternehmen das Geschäft aufgab. Das positive Ergebnis ist u. a. auch den Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern zu verdanken, die den Familienbetrieb trotz Krise und Veränderung weiter unterstützt haben. Die Auftragslage ist nach wie vor sehr gut. Der Geschäftsführer, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt, geht daher frohen Mutes in die Zukunft.

Kratz.
Sanierungserfolge durch innovative Restrukturierung.

Das seit fast 130 Jahren bestehende Unternehmen Ernst Kratz Gmbh/ Acufirm – ein traditionsreicher und erfahrener Spezialhersteller für hochwertige Wund- und Injektionsnadeln „Made in Germany“ – vollzog 2010 aufgrund unternehmensbedingter Schwierigkeiten trotz hoher Kompetenz am Markt den Wechsel von der KG zur GmbH, der u.a. auch im Rahmen eines Asset Deals und einer hundertprozentigen Unternehmensübernahme durch eine außenstehende Investorin vonstatten ging.

Mit Übernahme und Asset Deal gingen seitdem zahlreiche Bemühungen und Pläne einher, das ehemals angeschlagene Unternehmen durch innovative und vielfältige Sanierungs- sowie Rationalisierungsmaßnahmen wieder in die Gewinnzone zu bringen und somit auch zumindest für einen Großteil der Belegschaft die Arbeitsplätze zu erhalten. Trotz intensiver Bemühungen durch eine erfahrene Unternehmensberatung in Kooperation mit Walterscheid gelang es hier jedoch nicht auf Anhieb, den Betrieb in der bisherigen Form und Größe zu erhalten. In diesem Fall war es daher eher sehr wichtig, zusammen mit Walterscheid in Sachen Restrukturierung ganz neue Wege zu gehen und eine letztendlich wirklich konsolidierend erfolgreiche Sanierung des Unternehmens durch ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung und gleichzeitig durch die Verlegung des Hauptunternehmenssitzes nach Berlin zu gewährleisten.

Leysieffer.
Geglückte Sanierung ohne bitteren Beigeschmack.

Es sah zunächst gar nicht gut aus für die bundesweit bekannte Konditorei Leysieffer aus Osnabrück. Ein kontinuierlicher Abschwung im Verkauf und im Betrieb der Filialen sorgte letztlich dafür, dass das deutsche Traditionsunternehmen im vergangenen April beim Amtsgericht Osnabrück schweren Herzens einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren stellen musste. In der Vergangenheit hatte Leysieffer neben einigen kritischen unternehmensstrukturellen Entscheidungen, die vor allem das Online-Geschäft und die Ansprache einer jüngeren Zielgruppe betrafen, auch Pech. Der unerwartet heiße Sommer 2018 ließ erwartete Umsätze dramatisch dahinschmelzen.

Doch mit Hilfe von Walterscheid als insolvenzrechtlichem Begleiter des Unternehmens gelang es Leysieffer, während des Verfahrens innerhalb kürzester Zeit große Teile des Unternehmens in Eigenverwaltung erfolgreich zu sanieren und neu zu strukturieren. Zwar mussten dazu in den vergangenen Monaten erforderliche Anpassungen und Veränderungen in der Personalstruktur umgesetzt, vier unrentable Filialen geschlossen und rund 25 Prozent aller Stellen gestrichen werden, doch das Ergebnis der Eigenverwaltung kann sich sehen lassen. 260 von ehemals 350 Arbeitsplätzen – rund 75% der gesamten Stellen im Unternehmen – und ein Großteil aller Filialen konnten vor der dem Abbau und einer kompletten Schließung bewahrt werden. So bekam die Marke Leysieffer eine zweite Chance, das Unternehmen und seine Mitarbeiter eine neue Zukunft.

Inzwischen ist der Insolvenzplan des Osnabrücker Unternehmens vollständig abgesegnet. Wichtig war hierbei auch: Die Gläubigerversammlung musste dem Insolvenzplan zustimmen und damit grünes Licht für den Einstieg eines neuen Mehrheitsgesellschafters geben. Es handelt sich dabei um das US-amerikanische Familienunternehmen Deel & Winkler, eine aus Deutschland stammende Familie, die bereits seit fünf Jahren das Unternehmen Hanseatische Kaffee GmbH aus Bremen führt und sich bestens auf dem Kaffee- und Schokoladenmarkt auskennt. Auch der bisherige Gesellschafter Jan Leysieffer bleibt jedoch als geschäftsführender Minderheitsgesellschafter im Unternehmen. Er selbst sagt: „Der Investor hat die Stärken und Schwächen des Unternehmens sehr gut und genau erfasst und wird seine Qualitäten und seine Expertise jetzt bei den Schwachpunkten einbringen.“ So konnte wieder einmal der Fortbestand eines aktiven, aber in Bedrängnis geratenen Familienunternehmens mit einer langen Tradition in Herstellung und Vertrieb hochwertiger Produkte durch die effektive und zielführende Anwendung unternehmens- und gesellschaftsjuristischer Mittel und dank der Unterstützung durch einen neuen Gesellschafter gesichert werden. Beachtenswert dabei: Das Unternehmen konnte innerhalb von zwölf Monaten saniert werden – also in einem bemerkenswert kurzen Zeitraum. Weitere Infos finden Sie hier: https://www.handelsblatt.com/ …

Hahne.
Erfolgreiche Sanierung durch Synergien.

Das Hahne-Insolvenzverfahren ist beendet. Der Umsatz des in sechster Generation geführten Familienunternehmens war in den letzten drei Jahren kontinuierlich um 20 Millionen Euro gesunken. Doch dank erfolgreicher Intervention des Sanierungsexperten Joachim Walterscheid konnte Hahne gerettet werden. Der ehemalige Geschäftsführer Nikolaus Hahne hatte rechtzeitig einen Insolvenzantrag gestellt und eine sog. Eigenverwaltung beantragt. Damit wurde dem Unternehmen u.a. die Möglichkeit geboten, sich in eigener Regie erfolgreich zu sanieren. Hahne konnte so u.a. den Betrieb aufrechterhalten, behielt Verwaltungs- und Vertretungsbefugnis und konnte bei der Suche nach einem Sanierungskonzept aktiv mitarbeiten. Hahne hat sich so z.B. während des Verfahrens im Handel mit der neuen Marke „1848“ ganz neu positionieren können. Die Gläubiger haben ebenfalls ihren Beitrag zur Sanierung geleistet und verzichteten auf die völlige Durchsetzung ihrer Forderungen.

Walterscheid. Erfolgreiche Mandate.

2022

2021

Insolvenzpläne für drei Geschäfts-
führer/Gesellschafter beim Amtsgericht Bielefeld

Insolvenzplan für einen Einzelunternehmer beim Amtsgericht Bielefeld

Eigenverwaltung und Insolvenzplan für die Metall-Konzentrat und Recycling GmbH (Mekon) und die Fashion Store GmbH

2020

Unternehmensinsolvenz mit Eigenverwaltung und Insolvenzplan für die Leysieffer GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Osnabrück.

Insolvenzplan für eine Einzelunternehmerin beim Amtsgericht Bielefeld.

Beratung/Investoreneinstieg und Insolvenzplan für die Rotorflug GmbH beim Amtsgericht Göttingen

2019

Insolvenzplan für einen Geschäftsführer / Gesellschafter beim Amtsgericht Bamberg.

Unternehmensinsolvenz mit Eigenverwaltung und Insolvenzplan beim Amtsgericht Offenbach.

Insolvenzplan für einen Einzelunternehmer beim Amtsgericht Bielefeld.

2018

Unternehmensinsolvenz mit Eigenverwaltung und Insolvenzplan beim Amtsgericht Bayreuth.

Unternehmensinsolvenz mit Eigenverwaltung und Insolvenzplan beim Amtsgericht Bielefeld.

Unternehmensinsolvenz mit Eigenverwaltung und Insolvenzplan beim Amtsgericht Bersenbrück.

2017

Unternehmensinsolvenz mit Eigenverwaltung und Insolvenzplan beim Amtsgericht Bielefeld.

Insolvenzplan für einen Geschäftsführer / Gesellschafter beim Amtsgericht Nürnberg

Insolvenzplan für einen Geschäftsführer / Gesellschafter beim Amtsgericht Bielefeld.