Beispiele für den erfolgreichen Wandel.
Bukuma. Kunststoffspritzguss-Spezialist wird saniert.

Die BUKUMA GmbH in Rheinland-Pfalz – spezialisiert auf die Herstellung von anspruchsvollen technischen Kunststoffteilen mit eigenem Werkzeugbau in der Automobil- und Baumaschinenindustrie – darf sich mit der Unterstützung von Walterscheid in einem Eigenverwaltungs- bzw. Restrukturierungsverfahren verfahren selbst sanieren. Der Geschäftsbetrieb kann somit an allen Standorten vollumfänglich fortgeführt werden. Grund für die Antragstellung sind Liquiditätsschwierigkeiten. Das Unternehmen musste bedingt durch die Corona- sowie die Chip-/Halbleiterkrise in der Automobilindustrie in den vergangenen beiden Geschäftsjahren erhebliche Umsatzrückgänge hinnehmen.

Trotz dieser Herausforderungen hat die BUKUMA GmbH Chancen, die derzeit anspruchsvollen Phase zu überwinden und das Unternehmen wieder zukunftsfähig aufzustellen. Denn man erzielte im Transformationsprozess der Automobilzulieferindustrie hin zur Elektromobilität große Fortschritte und liefert von neu errichteten modernen Betriebsstätten Kunststoffspritzteile zunehmend im Bereich elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Zudem arbeitet die zweite Sparte, die sich im Werk in Kirchwald auf die Baumaschinenindustrie konzentriert, trotz Schwierigkeiten profitabel und hat keine nennenswerten Restrukturierungserfordernisse.

Das angestrebte Eigenverwaltungsverfahren verschafft jetzt erforderliche Zeit und die nötigen Instrumente, um das Unternehmen zukunftsfähig zu restrukturieren. Für diesen Prozess wurden mit Walterscheid bereits konkret erforderlichen Maßnahmen erarbeitet, wobei der Kernpunkt des Sanierungsprozesses die Stabilität der Geschäftsbeziehungen zu Hauptkunden bleibt.

Durch das Gesetz zur weiteren Erleichterung von Unternehmenssanierungen (ESUG) können Unternehmen in herausfordernden Situationen generell einen Restrukturierungsprozess durchlaufen, der eine hohe Flexibilität gesetzlicher Möglichkeiten bietet. Die Geschäftsführung bleibt dabei im Amt und führt die Sanierung auf Basis eines Restrukturierungsplans unter Aufsicht des Gerichts, eines vom Insolvenzgericht bestellten Sachwalters sowie des Gläubigerausschusses selbstständig durch. Das Unternehmen hat durch die vorgefundene Ausgangssituation eine gute Sanierungschance, die Überaus zuversichtlich stimmt.

Fashion Store. Mit neuem Konzept in die Zukunft.

Ende März 2020 hatte die Esprit Holding in Düsseldorf überraschend Insolvenz angemeldet. Jetzt schlägt dies auch auf Filialisten des Konzerns durch, z.B. auf Udo Kemena – Betreiber der Kemena Fashion Verwaltungs GmbH mit vier Modeläden in Bünde, Herford, Lübbecke und Bad Oeynhausen (Fashion-Store, Men-Store, Zeitgeist und ein Esprit-Store), der die unternehmerische Notbremse in Form eines Antrags auf Insolvenz in Eigenverwaltung zog. Die Schieflage des Mutterkonzerns Esprit und die Corona-Krise haben Kemena mit voller Wucht getroffen. Auf beides hatte Kemena keinen Einfluss, will sich in der „unverschuldeten Krise“ aber nicht geschlagen geben.

Unterstützt von Rechtsanwalt Joachim Walterscheid ist Kemena fest entschlossen einen effektiven Sanierungsplan umzusetzen und das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Zum Plan gehört die Trennung von den Esprit-Stores trennen und die Umwandlung der Filialen im Werrepark in Bad Oeynhausen und in Herford in Fashion-Stores. Bei den Filialen in Bünde und Lübbecke war das aufgrund der überraschenden Insolvenz des Konzerns so kurzfristig zwar nicht mehr möglich, aber die Gehälter der betroffenen Mitarbeiter sind für die kommenden drei Monate durch das so genannte Insolvenzgeld ersteinmal gesichert. Udo Kemena geht grundsätzlich optimistisch in die Zukunft: Das Unternehmen ist im Kern gesund, alle Geschäfte auf dem neuesten Ladenbaustand und Kemena konnte mit Hilfe von Walterscheid zukunftsweisende Konzepte erarbeiten. Wahrscheinlich kann das Verfahren daher bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Mehr Infos finden Sie hier: www.fashionstore.de.

Erfolgreich
betreute Mandate
in 2020.

  • Unternehmensinsolvenz mit Eigenverwaltung und Insolvenzplan für die Leysieffer GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Osnabrück.
  • Insolvenzplan für eine Einzelunternehmerin beim Amtsgericht Bielefeld.
  • Beratung/Investoreneinstieg und Insolvenzplan für die Rotorflug GmbH beim Amtsgericht Göttingen